Geschichtliches - Verband der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.

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Geschichtliches

Unser Verband

Aus der Chronik des Verbandes der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.


Einleitend muß hier gesagt werden, daß bis 1947 die Stadt Schönebeck keine Kreisstadt war. Sie gehörte zum damaligen Kreis Calbe/Saale.

Anfänge
Der älteste Kleingartenverein in unserem Territorium ist seit dem Jahr 1903 gegründete Verein „Alt  Salze" in Schönebeck-Salzelmen. Durch die Auswirkungen des 1. Weltkrieges sowie die wirtschaftliche Not, und der hohen Arbeitslosigkeit kam rs in den zwanziger Jahren zu einem enormen Aufschwung der Kleingartenbewegung in ganz Deutschland und somit auch in Kreis Calbe.

1924
Die  Auswirkungen des 1. Weltkrieges waren noch zu spüren, da wurde 1924 unter Führung von Otto Feseler der Verband der Kleingarten- und Vereine des Kreises Calbe e.V., Mitglieder des Reichsbundes der Kleingartenvereine Deutschlands gegründet.

1926
Erfolgte die Anerkennung des Verbandes der Kleingarten-Vereine des Kreises Calbe als gemeinnütziges Unternehmen zur Förderung des Kleingartenwesens.

1927
Fand die erste Kreisausstellung des  Verbandes der Kleingarten-Vereine des Kreises Calbe in der Gaststätte „Deutscher Kaiser"  in Calbe statt.

1933-1945
Der Beitrag der Kleingärtner zur Versorgung der Bevölkerung hatte in der NS-Zeit eine große Bedeutung und war insbesondere während des 2. Weltkrieges unverzichtbar. Gemeinsam mit den Bauer wurden die Kleingärtner seit 1933 als „Bewirtschafter deutschen Bodens" in die Ernährungs-und Erzeugerschlacht einbezogen und in einem umfangreich aufgebauten Schulungsapparat politisch und fachlich unterrichtet.
Mit der Gleichschaltung der Verbände und Vereine wurden die bislang traditionsreichen demokratischen Strukturen im Kleingartenwesen beseitigt und die politische Gliederung der Nazizeit eingeführt.

1933
Aus dem bisherigen Verband der Kleingarten-Vereine des Kreises Chalbe entstand die Stadtgruppe a.der Saale im Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands

1934
Aus dem bisherigen Verband der Kleingarten-Vereine des Kreises Calbe Entstand die Stadtgruppe Schönebeck im Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands.

1946
Mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wurden auch der Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands, wie auch alle anderen faschistischen Organisationen verboten.
Die Stadtgruppen Calbe und Schönebeck sowie alle Kleingartenvereine wurden aus dem Vereinsregister gestrichen.
Schönebeck wurde aus dem Kreis Calbe herausgelöst, und wurde eine Kreisfreie Stadt.

1947-1949
Bis zur Auflösung des Kreises Calbe, bestanden die Kreisverbände Calbe und Schönebeck.

1950
Es wurde der Kreis Schönebeck gebildet und somit wurde auch Schönebeck jetzt Kreisstadt. Die VKSK wurden getrennt weiterentwickelt.

1953-1959
In dieser Zeit wurden die bisherigen in der „Kleingartenhilfe des FDGB" und der Sektion „Kleintierzucht  des VdgB" organisierten Mitglieder als einheitliche Organisation in Kreisverbänden zusammengeführt und den örtlichen Räten unterstellt.
Im Ergebnis dieser Maßnahme entstand der:
Kreisverband Schönebeck der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter.

1959-1989
Der am 29.11.1959 als landesweite Organisation in Leipzig gegründete Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter(VKSK) bekannte sich als demokratische Massenorganisation und als Teil der Nationalen Front zum Sozialismus in der DDR und zur Politik der SED.

1990
Nach der Wiedervereinigung und damit errungenen  Freiheit, war kein Platz mehr für die DDR-Massenorganisation.
Die Auflösung des VKSK wurde bis Ende 1990 abgeschlossen.
Am 21.06.1990 fand in Schönebeck die Gründungsversammlung des Verbandes der Garten und Siedlerfreunde e.V. statt.
An dieser Gründungsversammlung nahmen aus 141 Sparten  104 Delegierte  teil. Sie wählte den aus 15 Mitgliedern bestehenden Kreisausschuß sowie den geschäftsführenden Vorstand. Als Vorsitzender des geschäftsführenden Vorstandes wurde der  Gartenfreund Heinz Ehlert gewählt.

1991
Am 26.06.1991 beschloß der Kreisvorstand die Trennung von der Kleingartenordnung des VKSK.
In der neuen Gartenordnung heißt es u.a. :
„Diese Gartenordnung ist Bestandteil des zwischen dem Verpächter  und Pächter geschlossenen
Pachtvertrages. Sie tritt anstelle der vorher gültigen Kleingartenordnung des ehemaligen
Präsidiums des VKSK vom 18.04.1985 mit sofortiger Wirkung in Kraft."
Schwerpunkte der neuen umfangreichen Aufgaben:

  • Anerkennung der Gärten als Dauergärten durch die Kommune

  • Abschluß von Pachtverträgen mit allen Eigentümern

  • Erhalt der Gemeinnützigkeit.


1992
Am 30.03.1992 erfolgte die Übergabe des ratifizierten Generalpachtvertrages durch den Ersten Stellvertreter des Bürgermeisters an den Vorsitzenden des Gesamtvorstandes der Deutschen Gartenfreunde e.V.
Zum 02.04.1992 sind die Zwischenpachtverträgen mit den Eigentümern abgeschlossen.
Am 11.04.1992 verlieren die Schätzerausweise des ehemaligen  VKSK ihre Gültigkeit.
Es treten neue Wertermittlungsrichtlinien in Kraft.
Die Schulungen der Wertermittler haben bereits begonnen.
Am 16.07.1992 Beginn der Zusammenarbeit zwischen den Ost- und West-Kleingärtner.
Kleingärtner aus Braunschweig werden nach Schönebeck eingeladen, sie besuchten mehrere Gartenanlagen.

1993
Der Kreisverband Schönebeck nimmt mit einem Informationsstand in Magdeburg auf der LATIGA teil.
Die Landwirtschaftsministerin des Landtages MD Petra Wernicke lobte die vorbildliche Arbeit des Kreisverbandes Schönebeck.

1993
Durch den Kreisverband Schönebeck wird die erste Kreisausstellung in Schönebeck organisiert und  durchgeführt. Diese Ausstellung war ein großer Erfolg.
Auf Grund des großen Interesse wurde beschlossen, solche Ausstellung alle zwei Jahre zu wiederholen.

1996
Großer Schaden wurde Schönebecker Kleingärtnern  am 01.07.1996  durch ein schweres Eisenbahnunglück zugeführt, das in sekundenschnelle Kleingärten
verwüstete. Mit einer gewaltigen Detonation explodierte am frühen Abend gleich hinter dem Hauptbahnhof ein Kesselwagen, der mit komprimierten Flüssiggas Vinychlorid gefüllt war. Mehrere Waggons entgleisten. Die Druckwelle und enorme Hitze verwüsteten angrenzende Kleingartenparzellen  mehrerer Vereine. Lauben und Bäume gingen in Flammen auf. Einige Gartenfreunde wurden dabei verletzt.

1999
Fertigstellung und Übergabe des neu errichteten Garten – und Beratungszentrum und ein verbandseigenes Labor zur Durchführung von Wasser und Erdanalysen.

2000
Der Kleingärtnerverein „Alt Salze"e.V. wird beim Landeswettbewerb für dies schönste Gartenanlage durch den Minister Kelle mit der Silbermedaille ausgezeichnet.

2009
Der Verband der Gartenfreunde Schönebeck erhirlt bei der Vergabe des Umweltpreises eine Urkunde für den 3. Platz, für die Förderung der
Biodiversität im Stadtgebiet von Schönebeck.
Im Kleingärtnerverein „Flora" wird ein 720 m² großer Bienenlehrgarten errichtet, damit soll auch dem Bestäubungsnotstand gegengesteuert werden.
Denn ohne Bienen, weltweit kein Obst. Der Bienenlehrgarten wird durch den Vorsitzende Klaus Netzband betreut.

2010
IBA-Sommerschule
Studentinnen und Studenten aus Padua, Budapest, Krakau und Dresden waren eine Woche lang unter Anleitung ihrer Fachprofessoren aktive Teilnehmer einer Sommerschule im Rahmen der Internationalen Bauausstellung
Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010"
Die Aufgabe der Studenten bestand darin:  
Ideen und konzeptionelle Ansätze für die Zukunft des sich verändernden Kleingarten – und Grünpotentials Schönebeck zu entwickeln.

2010
Durchführung des 8. Verbandstages.
Auf diesen Verbandstag wurde ein neuer Vorstand des Verbandes gewählt. Zur neuen Vorsitzenden des Verbandes wurde Karin Libbe einstimmig gewählt.
Heinz Ehlert als ehemaliger langjähriger Vorsitzender sowie der langjährige Mitarbeiter des Vorstandes Heinz Kannegießer wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

Letzte Aktualisierung am

23.07.2017

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