Gartenarbeiten im Juli - Verband der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.

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Gartenarbeiten im Juli

Thema Garten > Fachberatung



 
Der Garten im Juli
 

 
Notwendige Arbeiten, Empfehlungen und Tipps der Fachkommission des Verbandes der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.
 
 
Der Obstgarten im Juli
 
 

1.  Der Sommerschnitt im Juli

 

Der im Juni begonnene Sommerschnitt an Kernobstgehölzen kann im Juli fortgesetzt werden. (Nicht benötigter Neuaustrieb wird "herausgerissen" )

 
 
2.  Gegen Stippigkeit vorbeugen
 
Braune, schwarze Punkte an Äpfeln sind ein sicheres Zeichen für Kalziummangel. Wir sprechen von der Stippigkeit. Vorbeugendes Aufkalken bzw. Spritzen mit einer Kalziumlösung hilft.
 
 
3.  Pflaumenwickler abfangen
 
Im Juli tritt eine weitere Generation der Pflaumenwickler auf. Die männlichen Falter lassen sich mit Pflaumenmadenfallen abfangen um so den Befall weitgehendst zu minimieren. Befallene Früchte  sind zu vernichten. Pflanzenschutzmittel sind nicht zugelassen.
 
 
4.  Schnittmaßnahmen
 
Beerenobst und Kirschen sind gleich nach der Ernte zu schneiden, weil die Wunden jetzt besser heilen. Analog können Aprikosen und Pfirsiche im Juli bzw. August geschnitten werden.
 
Walnussbäume können nur Ende Juli und im August schadlos geschnitten werden. Den Termin sollte man nicht verpassen.
 
 
5. Weinpflege
 
Um mehltaufreien Wein zu ernten kann mit Cueva-Pilzfrei gespritzt werden.
 
Im Juli sind auch die Reben anzubinden bzw. die Triebspitzen ohne Fruchtansatz zu entfernen. (Einkürzen) Ein regelmäßiges Düngen ist zu empfehlen.
 
 
6.  Himbeerpflege
 
Himbeerkäfer lassen sich in den Morgenstunden leicht absammeln/vernichten.
 
Nach der Ernte sind die abgetragenen bzw. auch kranken Ruten zeitnah erdgleich abzuschneiden.
 
 
 
Der Gemüsegarten im Juli
 

 
1. Blütenendfäule
 
Ursachen:  Kalziummangel = Aufkalken
 
               zu hohes Nährstoffangebot (Stickstoff)  
 
               Hitze; zu geringe Verdunstung; ungünstige
 
               Wasserversorgung = alles korrigieren.

 
2.  Gurkenpflege
 
Der echte und falsche Mehltau stellt eine Gefahr dar. Fungisan Rosen und Gemüsepilzfrei schützt. Rechtzeitig vorbeugend spritzen.

 
3.  Kraut- und Braunfäule
 
beginnt in der Regel in Frühkartoffelbeständen. Vorbeugend einmal mit Atempo Kupfer-Pilzfrei spritzen. Bei Trockenheit ist die Gefahr gering.
 
Später geht der Befall auf die Tomatenbestände über. Deshalb Tomaten und Kartoffeln weit auseinander anbauen. Einmal können die Tomaten auch mit einem Kupferpräparat behandelt werden. Spätere Behandlungen mit Fungisan Rosen- und Gemüse Pilzfrei.
 
Vorbeugen sind die Tomaten weit  (60 cm) auseinander zupflanzen und stets nur über den Erdboden (Gießhilfe) zu wässer. Das Blattwerk sollte trocken bleiben oder schnell abtrocknen. Feuchtigkeit beschleunigt die Ausbreitung enorm. Erkrankte Pflanzteile sofort entfernen. (Restmülltonne)

 
4.  Aussaaten und Pflanzungen im Juli
 
Freiwerdende Beete sollten unter Beachtung der Fruchtfolge sofort neu bestellt werden. (Schwarze Erde vermeiden)
 
Erdbeeren können im Juli im Topf vorgezogen oder auf einem kleinen Beet zur intensiveren Pflege pikiert werden.
 
Nachsaaten wie Erbsen, Buschbohnen, rote Bete oder Rettich sind möglich. Weiterhin bieten sich Aussaaten von Radieschen; Salate; Gartenmelde; Roter Meier; Mangold; Kerbel; Ruccola oder Feldsalat an.
 
Chinakohl kann ab 15.07. und Winterporree ab Ende Juli/August angebaut werden.
 
Wer immer frische Kräuter wünscht, muss diese regelmäßig nachsähen. Basilikum liebt Wärme (24°) und ist Lichtkeimer nicht oder nur sehr wenig mit Erde bedecken. Regelmäßig feucht halten.
 
Dill jetzt säen, der Erfolg ist sicher.

 
5.  Ernten im Juli
 
Regelmäßige Ernten der Zucchini bzw. Gurken erhöht den Ertrag. Deshalb alle zwei/drei Tage knackfrische, schmackhafte Früchte ernten.
 
Sobald das Lauch des Knoblauchs im Juli gelb wird, ist dieser erntereif.
 
Die ersten zeitigen Frühkartoffeln können im Juli geerntet werden und den Speiseplan des Kleingärtners bereichern. Neue Rosmarienkartoffeln mit Leinöl oder Quark, sehr zu empfehlen.
 
Im Juli ist Teeernte:  Lavendel, Zitronenmelisse, Pfefferminz, Salbei, Thymian sowie Kräuter:  Estragon, Oregano, Majoran und Bohnenkraut.                 
 
 
 
Der Ziergarten im Juli
 

 
1.  Rosenpflege
 
Die Königin im Garten, ist die Rose. Sie braucht viel Pflege. Sie benötigt bei Trockenheit viel Wasser, bei Bedarf kalibetonte Düngergaben bis Mitte Juli
 
und vorbeugend einen Universal-Rundumschutz. Meine Empfehlung 2 in 1 Rosenschutz.(Rosenpilzfrei und Spruzit Schädlingsfrei gemischt)
 
Verblühte Rosen sind ständig herauszuschneiden, ebenso abgefressene Ansätze, Wildlinge und trockenes Holz. Gerollte Blätter (Rosenrollwespe)
 
Sofort entfernen.
 
 
2.  Rhododendrenpflege  
 
Um dem Knospensterben vorzubeugen, müssen die Zikaden mit Spruzit Schädlingsfrei bekämpft werden. Die beste Zeit zur Beobachtung, sind die frühen Morgenstunden. Die Zikaden sind dann noch sehr träge und können gut beobachtet und bekämpft werden.
 
Braune, nicht aufgeblühte und abgeblühte Knospen vorsichtig ausbrechen, um so den Kräfte zehrenden Samenansatz zu vermeiden.
 
Nach der Blüte düngen und gut wässern. Bei Bedarf auch hin und wieder Eisendünger einsetzen. (Ein Esslöffel voll genügt)
 
 
3.  Bestäuberschutz   
 
Große Insektenhotels oder formschöne Waben bieten Nützlingen, wie Mauerbienen, Grabwespen, Wildbienen, Florfliegen und Marienkäfer Unterschlupf und Nistmöglichkeiten.
 
 
4.  Formheckenschnitt
 
im Juli fortsetzen. Das Laub von Hainbuche; Buche und Liguster kann gehäckselt und kompostiert werden. Dieser Rohstoff ist frei von Gerbsäuren und Bitterstoffen und bildet einen wertvollen Kompost. Als Mulchmaterial sehr zu empfehlen.
 
 
Das Gewächshaus im Juli
 

 
1.  Nutzung des Gewächshauses
 
Hauptanbau im Gewächshaus sind im Juli alle wärmeliebenden Pflanzen.
 
Jetzt sind die schnell wachsenden Tomaten ständig auszugeizen, an Stäben oder Schnüren hochzuleiten, regelmäßig zu wässern und zu düngen.
 
Sehr gut haben sich Tropfbewässerungsanlagen bewährt. Sie sparen Wasser und durch die im Frühbeet vorherrschend trockene Luft werden Pilzkrankheiten vermieden.
 
Werden Schädlinge, wie Spinnmilben, Weiße Fliegen oder Blattläuse festgestellt, müssen diese sofort bei Erkennen vernichtet oder mittels Nützlinge bekämpft werden.
 
 
2. Aussaaten im Gewächshaus
 
Fenchel, Kerbel, Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Zitronenmelisse, analog
 
Zweijährige Blumen wie Bartnelken oder Stiefmütterchen.
 
 
Liebhaber von Chinakohl oder Endivien können jetzt mit der Anzucht beginnen. Ende Juli kann dann der Chinakohl ins Freie gepflanzt werden.
 
Der Endiviensalat verbleibt für die Herbsternte im Gewächshaus.
 
 
3. Lüften und Schattieren (Sehr wichtig)
 
Der Juli kann der heißeste Monat werden und das Lüften und Schattieren wird zum Muss. Die Temperaturen müssen pflanzenverträglich sein und Taubildung muss vermieden werden. Pilzkrankheiten wie die Krautfäule an Tomaten wird durch Feuchtigkeit gefördert.
 
Werden die Blätter hell und klein, fehlt die Kraft, es muss gedüngt werden. Hat man es zu gut gemeint, dann rollen sich die Blätter und werden dunkelgrün.
 
 
Wer es allerdings ganz genau wissen möchte nimmt eine  Bodenprobe und läßt diese im Bodenlabor analysieren.
 
 
Viel Erfolg und gute Ernten wünscht:
 
 

Siegfried Kliematz,Verbandsfachberater





 

Letzte Aktualisierung am

28.01.2019

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