Gartenarbeiten im Juni - Verband der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.

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Gartenarbeiten im Juni

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Der Garten im Juni

Notwendige Arbeiten, Empfehlungen und Tipps der Fachkommission des Verbandes der Gartenfreunde
Schönebeck und Umgebung e.V.


Der Obstgarten im Juni

1. Mögliche Maßnahmen bei Befall von:

 
  • Apfelbaumgespinstmotte
  • Entfernen der Gespinste
  • Ringelspinner
  • Beseitigung der Raupenspiegel und der Kokons
  • Obstbaumminiermotte
  • Beseitigung der Larven/Puppe
  • Apfelwickler
  • Entfernen befallener Früchte Anlegen 10 cm breiter Wellpappenfanggürtel/ständige Kontrollen
  • Birnengitterrost
  • sofortiges Entfernen befallener Blätter
  • Moniliabefall
  • Schnitt bis ins gesunde Holz
  • Schwarze Kirschblattwespe
  • Abpflücken und Vernichten des Befalls
  • Kirschfruchtfliege
  • Einsatz von Leimtafeln
    Entfernen aller befallenen Früchte
  • Schwarze Pflaumensägewespe
  • Entfernen der befallenen Früchte
  • Taschenkrankheit
  • Entfernen aller verformten Früchte
  • Pflaumenwickler
  • Beseitigung der befallenen Früchte
  • Grauschimmel / Erdbeeren
  • Mulchen
    Beseitigung erkrankter Teile
  • Erdbeerblüten- und Stengelstecher
  • Absammeln erkrankter Früchte
  • Stachelbeerspanner
  • Beseitigung der Raupen und Kokons


    2. gespritzt wird nur im Notfall und im notwendigen Umfang bei:

    • Apfelschorf (Pilzlicher Erreger)
    • mit Pilzfrei Ectivo ab Blütebeginn
      Nebenwirkung: verhindert Birnengitterrost
    • Apfelmehltau (Pilz)
    • mit Pilzfrei Ectivo
      erkrankte Spitzen entfernen
    • Grüne Apfelblattlaus
    • mit Spruzit Schädlingsfrei
    • Zwetschenrost
    • mit Duaxo Universal Pilzfrei
      Falllaub entfernen
    • Grauschimmel Himbeeren
    • mit Obst-Pilzfrei-Teldor



      3. Desweiteren kann ab Ende des Monats Juni mit dem Sommerschnitt begonnen werden. (Nicht benötigter Neuaustrieb wird „herausgerissen)
      Um mehltaufreien Wein zu ernten kann mit Cueva-Pilzfrei gespritzt werden.
      Himbeerkäfer lassen sich in den Morgenstunden leicht absammeln/vernichten.


      Der Gemüsegarten im Juni

      Die Hauptsaison des Gartenjahres beginnt jetzt.

      Alle wärmeliebenden Arten, wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Melonen und weitere sind gepflanzt oder kommen in die Erde. Sie brauchen unsere ganze Aufmerksamkeit. Ein ständiges, gleichmäßiges Gießen ist Pflicht. Als Dünger empfehle ich eine kalibetonte Alternative aller 14 Tage.

      Eine Spritzung der aufkommenden Frühkartoffeln mit einem zugelassenen Mittel gegen Kraut- und Braunfäule ist vorbeugend erforderlich. Tomaten sind mit dem gleichen Mittel ab 14 Tage nach dem Setzen zu behandeln. Zugelassene Mittel sind beispielsweise Atempo Kupfer Pilzfrei oder Cueva Pilzfrei.

      Die Gurken, Zucchini und Kürbisse sind vorbeugend gegen Mehltau zu behandeln. Zu empfehlen sind Pilzfrei-Mittel. z.B. Fungisan Rosen und Gemüse Pilzfrei.

      Im Kräutergarten ist Erntezeit. Optimale Zeit ist von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr d.h. wenn die Sonne am höchsten steht! Dill sollte jetzt gesät werden.

      Für Spätgemüsesorten, wie Wirsing- , Weiß-, Rot-, Blumen-, Spitz- und Rosenkohl ist Pflanzzeit. Freie Beete können mit Radieschen, Kohlrabi, Salate und Erbsen bzw. Buschbohnen als Nachfrucht bestellt werden.
      Grünkohl kann noch gesät werden, um im Juli/August Pflanzmaterial zur Verfügung zu haben. Winterrettich und Chinakohl haben noch etwas Zeit.

      Für Spargel bzw. Rhabarber hingegen endet die Erntezeit mit dem Johannistag am 24.06. Jetzt können sich die Pflanzen erholen und Kraft für die kommende Ernte tanken.

      Zur Vermeidung der Blütenendfäule und zur besseren Fruchtbildung ist eine regelmäßige Bewässerung wichtig. Das Blattwerk bleibt trocken! Eine Gießhilfe ist hilfreich. (eine 2 Liter Kunststoffflasche erdgleich mit der Öffnung zum Wurzelwerk und abgeschnittenen Boden eingegraben). Als Mischanbau empfehle ich Knollensellerie.
      Vorbeugend gegen die Braunfäule kann wöchentlich einmal mit 1,5 % iger Magermilch gespritzt werden. Dennoch befallene Teile sind sofort in die Restmülltonne zu entsorgen.
      Frühkartoffeln sollten nicht in der Nähe von Tomaten stehen. Sie infizieren sehr oft die Tomaten.

      Beim Anbau von Porree bitte ich zu beachten:
      Es gibt Früh-, Sommer-,Herbst- und Wintersorten. Gepflanzt wird in etwa 15 cm tiefe Furchen die sukzessive aufgefüllt werden.
      Möhren, Schwarzwurzeln, Rote Bete und andere Kulturen sind zu vereinzeln.

      Mangold aus dem Vorjahr geht in die Blüte und kann nur noch als Samen Verwendung finden. Er kann jetzt aber ausgesät werden. Mangoldgemüse ist sehr gesund und sollte in keinem Kleingarten fehlen.
      Wichtig: Tomaten sind ständig auszugeizen. D.h. die in den „Achselhöhlen heranwachsenden Jungtriebe sind auszubrechen. Diese in die Erde gesteckt, feucht halten, so hat man neue Jungpflanzen!

      Achtung: Bei Befall sofort Kartoffelkäfer absammeln und vernichten. Die Eigelege unter den Blättern gleich mit vernichten.


      Der Ziergarten im Juni

      Rosenpflege:
      Die Königin im Garten, ist die Rose. Sie braucht viel Pflege. Sie benötigt bei Trockenheit viel Wasser, bei Bedarf kalibetonte Düngergaben und vorbeugend einen Universal-Rundumschutz. Meine Empfehlung 2 in 1 Rosenschutz. (Rosenpilzfrei und Spruzit Schädlingsfrei gemischt)
      Verblühte Rosen sind ständig herauszuschneiden, ebenso abgefressene Ansätze, Wildlinge und trockenes Holz. Gerollte Blätter (Rosenrollwespe) sofort entfernen.

      Heckenschnitt:
      Der erste Austrieb ist abgeschlossen. Jetzt kann eine Formhecke geschnitten werden. Die Maße 40/60/120 cm. (Oben/Unten/Höhe)
      Bitte vor Beginn der Arbeiten Vogelnester kennzeichnen und auslassen.

      Gehölzschnitt: Frühblüher, wie Forsythien oder Flieder sind nach der Blüte zu schneiden, so haben die Gehölze genügend Zeit, um neue Blütenansätze zu bilden.

      Rhododendrenpflege:
      Um dem Knospensterben vorzubeugen, müssen die Zikaden mit Spruzit Schädlingsfrei bekämpft werden. Die beste Zeit zur Beobachtung, sind die frühen Morgenstunden. Die Zikaden sind dann noch sehr träge und können gut beobachtet und bekämpft werden.
      Braune, nicht aufgeblühte und abgeblühte Knospen vorsichtig ausbrechen, um so den Kräfte zehrenden Samenansatz zu vermeiden.
      Nach der Blüte düngen und gut wässern. Bei Bedarf auch hin und wieder Eisendünger einsetzen. (Ein Esslöffel voll genügt)

      Bestäuberschutz:
      Große Insektenhotels oder formschöne Waben bieten Nützlingen, wie Mauerbienen, Grabwespen, Wildbienen, Florfliegen und Marienkäfer Unterschlupf und Nistmöglichkeiten.


      Neu ab Juni 2015:        
      Das Gewächshaus im Juni

      Hauptanbau im Gewächshaus sind im Juni die wärmeliebenden Pflanzen.
      Jetzt sind die schnell wachsenden Tomaten ständig auszugeizen, an Stäben oder Schnüren hochzuleiten, regelmäßig zu wässern und zu düngen.
      Sehr gut haben sich Tropfbewässerungsanlagen bewährt. Sie sparen Wasser und durch die im Frühbeet vorherrschend trockene Luftwerden Pilzkrankheiten vermieden.
      Werden Schädlinge, wie Spinnmilben, Weiße Fliegen oder Blattläuse festgestellt, müssen diese sofort bei Erkennen vernichtet oder mittels Nützlinge bekämpft werden.

      Wer möchte, kann Mitte Juni mit der Anzucht von Endivien oder Herbstblumenkohl beginnen. Ebenso können zweijährige Blumen, wie Bartnelken, Marien-Glockenblumen, Stockrosen, Vergissmeinnicht oder auch die ersten Stiefmütterchen (ansonsten ab Juli) vorgezogen werden.



      Siegfried Kliematz,Verbandsfachberater



       

      Letzte Aktualisierung am

      02.03.2019

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