Gartenarbeiten im Mai - Verband der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.

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Gartenarbeiten im Mai

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Der Garten im Mai

 


 
Notwendige Arbeiten, Empfehlungen und Tipps  der Fachkommission des Verbandes der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V. für den Monat Mai 2016

 
 
Der Obstgarten im Mai

  • Die Pfirsichbäume können letztmalig gegen die gefürchtete Kräuselkrankheit mit Duaxo Pilzfrei behandelt werden. Dennoch befallene Blätter sind sofort bei Erkennen zu entfernen und zu vernichten. (Restmülltonne) Pflanzenstärkungsmittel wie Neudovital oder Knoblauchbrühe sind hilfreich. Ebenso Ackerschachtelhalm bzw. Brennnessel. Bei Neupflanzungen sind resistente Sorten zu bevorzugen.

  • In diesem Jahr ist wiederum bei warmen, trockenem Wetter mit verschiedenen Schädlingen zurechnen. Die  grüne Blattlaus oder die mehlige Apfellaus zum Beispiel. Eine Bekämpfung mit Neemerzeugnissen als biologisches Pflanzenschutzmittel ist empfehlenswert, sollte aber erst vorgenommen werden, wenn es die natürlichen Feinde, z. B. Marienkäfer, nicht bewältigen. Etwas Geduld ist erst einmal gefragt.

  • Bis kurz vor die Blüte können die Kernobstbäume geschnitten werden. Gegen Schorf sind mehrere Spritzungen mit Ectivo Pilzfrei erforderlich. Ein gewollter Nebeneffekt, Befallsminderung durch Birnengitterrost. Ectivo Pilzfrei ist nur bis zum 30.06.2016 im Handel erhältlich Neu dafür ist Duaxo Pilzfrei im Angebot. Der gewollte Nebeneffekt, Schutz gegen Birnengitterrost bleibt erhalten.

 
  • Die noch nicht entfernten Leimringe sind zu entfernen und durch neue zu ersetzen.

 
  • Die  Johannisbeergallmilbe ist sofort bei Erkennen auszubrechen.

 
  • Bei Auftreten der Narren- oder Taschenkrankheit, ein Pilz, der insbesondere alle Pflaumenarten befällt, sind die infizierten Früchte zu vernichten. Ein vorbeugendes Spritzen mit Rainfarn- Schachtelhalm oder Knoblauchbrühe ist zu empfehlen. (die befallenen Früchte sind verformt, sehen aus wie Bananen, sind  hart und schmecken nicht). Ebenfalls vorbeugend ist, den Fruchtbehang auszudünnen. Pro Meter können ca. 25 Früchte verbleiben.

 
  • Die alten Brombeerruten sind, wenn noch nicht geschehen bodengleich abzuschneiden und geschreddert dem Kompost zuzuführen. Als  Mulchmaterial kann es wegen des eventuellen Befalls mit der Brombeergallmücke keine Verwendung finden. Die neuen kräftigen Ruten sind anzubinden ggf. auf 2  m einzukürzen.

 
  • Bei feuchten Wetter leiden unsere Obstgehölze oft unter den vor genannten Pilzinfektionen sowie auch unter Rost, Monilia Spitzendürre und Sprühfleckenkrankheit an Kirschen. Auch Mehltauarten wie Apfelmehltau und Amerikanischer Stachelbeermehrtau treten häufig auf. Sorgen Sie bitte für einen ordentlichen Gehölzschnitt, düngen Sie angepasst und wässern Sie ausreichend wenn es erforderlich ist. Ein Pflanzenstärkungsmittel ist immer empfehlenswert. Vitale Pflanzen sind weniger anfällig und auf Chemie kann verzichtet werden.

 
  • Neue Obstbäume können noch gesetzt  werden. Wichtig ist das zuerst der Pfahl und dann der Baum gesetzt wird. Die bereits ausgehobene Erde kann   mit  reifen Kompost bzw. Humus angereichert und damit die Grube wieder verfüllt werden. Die Veredlungsstelle liegt dabei 5 cm über der Erdoberfläche. Zum Schluss wird gut angegossen und bis zum Gießrand Wasser aufgefüllt. Den jungen Baum anbinden und ggf. den Pflanzschnitt vornehmen. Der Pflanzschnitt ist bei Topfware nicht erforderlich.         
 
 
Obgleich in der Baumschutzordnung das Fällen, Roden und starke Rückschnitte nur bis zum 28.02 erlaubt sind, trifft das für das Gartenwesen nicht zu. Wir dürfen unter Beobachtung brütender Vögel über das gesamte Jahr unsere Formhecke bzw. Bäume schneiden. Eine Wildhecke nicht!
 
 
Der Gemüsegarten im Mai
 
 
  • Die Frühaussaaten sind abgeschlossen. Jetzt folgen schossfeste Sommersorten.

 
  • Frühbeetkästen sind ggf. zu schattieren und zu belüften.

 
  • Einjährige Kräuter wie Petersilie,  Dill, Kerbel, Bohnenkraut, Borretsch und in der zweiten Maihälfte auch Basilikumarten, werden ausgesät.

 
  • Ungeachtet der Eisheiligen ist jetzt Pflanzzeit für Kopfkohlarten, Kohlrabi, Fenchel, Porree und Rosenkohl.

 
  • die Ernte von Rhabarber erfolgt jetzt bis zum 10. Juni

  • Die Frühkartoffeln werden angehäufelt und das Unkraut entfernt.
 
  • Zum Teilen zu großer Stauden, wie Rhabarber oder Kräuter ist jetzt die richtige Zeit. Die benötigten Einzelteile kommen gleich wieder in die Erde und werden gut angegossen. Nicht benötigte Mengen werden den Nachbarn angeboten oder kompostiert.


  • Ab 15. Mai können Bohnen gelegt, Neuseeländer Spinat gesät sowie Knollensellerie gepflanzt werden. Bei der Aufzucht von Knollensellerie ist zu beachten, dass die Temperatur nie unter 16° C  fällt. Ansonsten blühen die Pflanzen schnell und die Knolle bleibt klein.

 
  • Jetzt  können auch wärmeliebende Kulturen ins Freie gepflanzt werden. (Tomaten, Gurken,  Zucchini, Andenbeere, Melonen uvam)


  • Tomaten lieben eine sonnige, geschützte Lage. Zu empfehlen ist das Pflanzen in einer Reihe im Abstand von 50 bis 80 cm. So trocknen die Blätter nach dem Regen schneller ab und die Braun- und Krautfäule hat keine Chance.

 
  • Je nach Witterung ist zur Vermeidung der Blütenendfäule und zur besseren Fruchtbildung eine regelmäßige Bewässer wichtig. Das Blattwerk bleibt trocken! Eine Gießhilfe ist hilfreich. (eine 2 Liter Kunststoffflasche erdgleich mit der Öffnung zum Wurzelwerk und abgeschnittenen Boden eingegraben) Als Mischanbau empfehle ich Knollensellerie.

 
  • Vorbeugend gegen die Braunfäule kann wöchentlich einmal mit 1,5 % iger Magermilch gespritzt werden. Dennoch befallene Teile sind sofort in die Restmülltonne zu entsorgen.
    Als vorbeugende, chemische Maßnahme kann einmal Atempo Kupfer-Pilzfrei und danach Cueva Pilzfrei eingesetzt werden.
    Eine vorbeugende, mechanische Maßnahme ist das gründliche Reinigen der Tomatenstäbe mit Waschlauge.


  • Frühkartoffeln sollten nicht in der Nähe von Tomaten stehen. Sie infizieren sehr oft die Tomaten.

 
  • Beim Anbau von Porree bitte ich zu beachten:
    es gibt Früh-, Sommer-,Herbst- und Wintersorten. Gepflanzt wird in etwa 15 cm tiefe Furchen die sukzessive aufgefüllt werden.

 
  • Ansonsten  sind die bereits aufgelaufenen Kulturen unkrautfrei zu halten und ggf. zu verziehen. (Möhren, Schwarzwurzeln Rote Bete)
 

 
Der Ziergarten im Mai
 

 
  • Nach den Eisheiligen (Mamertus 11.05. – Pankratius 12.05. – Servatius 13.05. Bonifatius 14.05 und die kalte Sophie 15.05.) kommen alle frostempfindlichen Kulturen, wie Dahlien, Gladiolen Calla und Canna in die Erde.

 
  • Kübelpflanzen kommen ins Freie und Sommerblumen, wie Geranien, Fuchsien, Petunien, Tagetes usw. kommen auf die Beete.

 
  • Rosen, Rhododendron, eben alle Vielblüher sind ausreichend zu wässern.  Auch die Datura (Trompetenblume) benötigt viel Feuchtigkeit.

 
  • Abgeblühte Kulturen (Flieder) sind sofort nach der Blüte auszubrechen

 
  • Bei Sommerbepflanzung ist zu beachten, Bienen und Hummeln lieben blau, gelbe und weiße Farben; Schmetterlinge bevorzugen rot, gelb und blau und Schwebfliegen fliegen auf weiß und gelb.

 
  • Aus dem Steckholz gezogene Blütensträucher werden zum Verzweigen angeregt, wenn jetzt die neuen Triebe um etwa zwei Drittel eingekürtzt werden.

 
  • Rindenmulch oder auch Häcksel werden gern als Mulchmaterial verwendet, aber der Verrottungsprozess benötigt Stickstoff. Deshalb mein Tipp: Streuen Sie unter die Mulchschicht Hornspäne.
 

 
Teichpflege im Mai
 

 
  • Fischfutter ist Phosphat und genau das fördert Algen. Phosphatfrei bindet überschüssiges Phosphat und schadet den Fischen nicht, kann aber durch knappes Füttern vermieden werden.
 

Das Frühbeet und Kleingewächshaus im Mai

  • Wer kann, sollte ein kleines Plätzchen für Basilikum reservieren. Basilikum mag keinen Regen und verträgt Wärme.
  • Paprika, Auberginen und auch Melonen sind im Frühbeet gut untergebracht – Tomaten und Gurken fühlen sich im Gewächshaus wohler. Allerdings getrennt. Die Wünsche bezüglich Wärme und Feuchtigkeit sind zu unterschiedlich. Gurken mögen stehende Wärme (einen geschlossenen Raum) Tomaten brauchen Luft (ein offenes Zelt)
  • Kompromiss: Im hinteren Bereich Gurken und im vorderen Tomaten – das geht oft gut.
  • Freie Stellen können für die Pflanzenaufzucht zweijähriger Blumen genutzt werden

 
Der Garten im Mai (allgemein)
 
 
  • Dem Bestäubernotstand begegnen wir mit einer „Insektenpension” für Nützlinge, die diese Aufgabe übernehmen. Bienen, Hummeln, Ohrwürmer, Florfliegen oder auch Raubwanzen danken es Ihnen.

 

Ich wünsche Ihnen höchste Erfolge im Garten und stets den grünen Daumen, der diese Erfolge ermöglicht.
 
 
 
 
Siegfried Kliematz, Verbandsfachberater
 




 

Letzte Aktualisierung am

02.03.2019

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