Aktuelles 2020 - Verband der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.

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Aktuelles 2020

Aktuelles
Empfehlungen zum Verhalten im Kleingarten während der Corona-Zwangspause

Zunächst müssen wir Kleingärtnerinnen und Kleingärtner dankbar sein. Wir dürfen uns unter Beachtung der angewiesenen Ausgangsbeschränkungen in unseren Parzellen aufhalten. Das bedeutet uns sehr viel. Setzen wir diese Vorschusslorbeeren nicht aufs Spiel. Halten wir uns an die Bestimmungen:

  1. Am günstigsten sind wir allein oder in Familie im Garten.
  2. Besucher oder fremde Gartenfreunde sollten nicht bzw. je nur eine Person empfangen werden. Beschränken wir diese Kontakte auf ein Minimum. In unserem und im Interesse unserer Mitmenschen.
  3. Bitte beachten Sie, dass trifft auch für Kinder zu.
  4. Das Arbeiten in der Gruppe ist verboten und sollte unbedingt unterbleiben. Analog Treffen jedweder Art (Versammlungen, Wahlen. Schulungen) Notwendige Arbeiten, beheben eines Rohrbruchs z.B. immer maximal zwei Personen vor Ort einsetzen. Was später erledigt werden kann, sollte verschoben werden. Es sei es kann eine Person allein erledigen.
  5. Bitte nehmen Sie keinen Fremden im Auto mit. Fahren Sie allein oder in Familie in den Garten und zurück. Müssen Sie jemanden ins Krankenhaus bringen, bitte nur den Verletzten!
  6. Wir müssen alles tun, um unser Privileg zu erhalten. Nichts ist zurzeit besser, als der Aufenthalt in unserer Parzelle, im Freien. Wir stärken unser Immunsystem, wir sorgen vor – mehr können wir nicht machen

Diese Empfehlungen gebe ich als Verbandsfachberater auf der Grundlage der jetzt wirksamen Bestimmungen. Ändern sich diese, gelten selbstverständliche diese auch für uns. Diese Hinweise sind dann überholt.
Liebe Kleingärtnerinnen und Kleingärtner, halten Sie sich bitte an die Bestimmungen und bleiben Sie gesund.

Siegfried Kliematz, Verbandsfachberater
03.04.2020
Wir wünschen Ihnen trotz allen Einschränkungen schöne Ostern



Die bei unseren Gartenfreunden beliebten Herbstblüher (Dahlien, Gladiolen, Astern, Iris uvm.) sind eingetroffen und stehen nun für alle interessierten Mitglieder zur Abholung in der Geschäftsstelle bereit!!!


30.03.2020


Ausgangssperren für Kleingärtner sind kontraproduktiv

Die Informationen in den Medien überschlagen sich. Wir, die Bevölkerung, werden verunsichert. Jetzt spricht man von Ausgangssperren?
Ausgangssperren für die ländliche Bevölkerung bzw. für uns Kleingärtner wären kontraproduktiv und helfen uns nicht. Ein Kleingärtner fährt meisten alleine oder in Familie, nie in großen Gruppen, in seinen Garten. Dort geht wiederum jeder einzeln seinem Hobby nach. Der Aufenthalt im Garten an der frischen Luft ohne jede Ansteckungsgefährdung ist durch nichts zu überbieten. Gleichzeitig wird das Immunsystem weder strapaziert noch geschwächt, besser es wird gestärkt. In normalen Zeiten, wirkt Gartenarbeit besser als Grippeschutzimpfungen. Im Verein treffen sich wiederum keine großen Menschenansammlungen. Kommt es zum Gespräch mit dem Nachbarn über den Gartenzaun sind mehrere Meter Abstand dazwischen. Es kommt auch zu keinen andauernden Übergaben. Die Gefahr einer Übertragung des Corona Virus daher aus meiner Sicht mehr als gering. Ausgeschlossen ist nichts!
Vielleicht noch ein Vorteil. Gartenarbeit ist keine Arbeit im eigentlichen Sinne.
Es ist Hobby, Freizeitbeschäftigung unter Umständen auch Ablenkung vom eigentlichen Thema. Wir werden nicht frustriert, wir freuen uns auf die neue Ernte. Unsere Probleme sind die Bienen, die nicht fliegen, das Unkraut, das allein wächst und die Wühlmaus, die unsere letzten Möhren „klaut.
Da wird das Corona Problem in die zweite Reihe verbannt. Und dennoch nehmen wir das aktuelle Problem ernst. Wir halten Abstand, berühren uns nicht und leben gesund in unseren Parzellen. Dass durch eine Ausgangssperre zu unterbrechen, wäre weder im Interesse des Kleingartenwesens, jetzt ist die meiste Arbeit im Garten, noch förderlich für die Gesunderhaltung der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. Ich empfehle ausdrücklich den Aufenthalt im Garten und so lange wir dürfen müssen wir die Zeit nutzen.
Das ist meine persönliche Meinung als Fachberater des Verbandes der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.

Siegfried Kliematz
Verbandsfachberater
20.03.2020

Aus gegebenen Anlass



Aufruf an unsere Vereine! Bitte sperren Sie die in Ihrem Verein vorhandenen Spielplätze, um einer Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken!!!


17.03.2020

Gemeinschaftsaktion
Wege in die Zukunft des Kleingartenvereins
Hat das Kleingartenwesen in Deutschland eine Zukunft?

Eine oft gestellte Frage. Und meine Antwort ist ein klares Ja. Warum bin ich da so sicher? Das Kleingartenwesen in Deutschland besteht jetzt 206 Jahre und es durchlief die unterschiedlichsten Etappen. Es überstand Kriege, Diktaturen und den Sozialismus. Warum sollte es jetzt, wo es uns besser denn je geht, zerbrechen?

Analysieren wir die Jetztzeit, so bestehen zwei ganz unterschiedliche Sachstände. In den Ballungsgebieten (Berlin oder München) fehlen und auf dem Land (Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt) haben wir ein Überangebot an Gärten. Unsere Aufgabe ist dennoch nicht die Organisation des Rückbaus von Kleingartenanlagen, sondern die Umnutzung; Umgestaltung und erst dann kommen Überlegungen zur Umwidmung.

Diese Überzeugung haben den Vorstand des Verbands der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V. veranlasst, die Gemeinschaftsaktion im Jahr 2020 diesem Thema zu widmen. Seit 2002 popularisieren die Redaktion der Volksstimme und der Gartenverband in jährlichen gemeinsamen Aktionen das Kleingartenwesen vor Ort. In diesem Jahr wollen wir zukunftsorientierte Konzepte der Vereinsvorstände unseres Verbandes vorstellen. Sicherlich geben wir als Verband dabei jedwede Hilfe und Unterstützung und, auch das ist zu erwähnen, werden wir unsere Vorstellungen zur Entwicklung vorstellen.

Unser Vorteil in Schönebeck ist, wir haben seit 2010 eine Kleingartenentwicklungskonzeption (KEKS 2030). Gemeinsam mit Stadtverwaltung werden wir neue Wege suchen und finden, um das Leerstandsproblem in den Griff zu bekommen. Keine leichte Aufgabe und nicht bis 2030 lösbar. Wir wissen, die Bevölkerung in der Bundesrepublik schrumpft weiter und genau das macht diese Aufgabe nicht leichter. Wir, ich zumindest, sind aber auch davon überzeugt, die Bedeutung des öffentlichen Grüns in den Städten wird erkannt und mit Sicherheit irgendwann auch finanziert.

Wir wissen, kleine grünen Oasen sind besser als große Parks und nur wir, die Kleingärtner sind in der Lage durch einen stabilen Bestand an Rasen-bzw. Wiesenflächen, durch einen gezielten Gehölz-und Baumbestand das Klima nachhaltig zu verbessern. Wir haben Kulturen zur Assimilation und Luftverbesserung, wir haben Wasser zum Klimaaustausch und Laub als Schattenspender, außerdem haben wir kostengünstige, grüne Oasen. Wir erhalten besser als jedes Labor die Artenvielfalt und die Biodiversität, wir erhalten nachhaltig den Natur- und Artenschutz, Brut- und Nestareal, kurz, den Überlebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.
Ich bin überzeugt, der Kleingarten in der Stadt und auf dem Land, wird genau aus diesen Gründen weiterhin gebraucht und somit erhalten. Das Kleingartenwesen in Deutschland hat eine Zukunft und so auch wir in Schönebeck. Es den neuen Bedürfnissen anzupassen, ist unsere Aufgabe der Jetztzeit. Wir brauchen neue Nutzer, neue Nutzungen, neue Betreiber und neue Bedarfe.

Was ist vorstellbar?
Neue Nutzer:  Senioren; Behinderte; Blinde; Kinder oder Jugendliche; Künstler (Maler; Musiker; Architekten)
Neue Nutzungen: Museen; Apotheken; Bibliotheken; Stadtmarketing
Neue Betreiber: Landwirte; Züchter; Imker; Korbmacher und vieles mehr.

Vieles ist vorstellbar. Ich sehe unsere Aufgabe darin, die vorhandenen Angebote mit den latenten Bedarfen zusammenzuführen. Das können wir aber nur, wenn wir es verstehen, unsere Gärten als den Ort der Erfahrungen zu vermarkten. Und eine solche Maßnahme soll die Gemeinschaftsaktion der Volksstimme und des Gartenverbandes im Jahr 2020 sein. Wir wünschen uns eine gute Beteiligung vieler Vereinsvorstände und eine erfolgreiche Resonanz aller Infrage Kommender.

Siegfried Kliematz
Vorstandsmitglied


Abgesagt!


Was bringt uns 2020?

Heute beginne ich mit einem Ausspruch zur Einstimmung von Albert Einstein
„Wenn´s alte Jahr erfolgreich war,
dann freue dich auf´s neue.
Und war es schlecht,
ja dann erst recht.

Ja, das alte Jahr hat sich verabschiedet. Ob es sehr oder weniger erfolgreich war entscheidet jeder Betrachter individuell oder ebenso wie Albert Einstein. Die entscheidende Frage ist aber, was bringt uns das neue Jahr? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, nichts. Wir, und nur wir sind die Akteure. Wenn wir nichts machen, ein anderer wird nichts für uns organisieren.

Mit dieser Erkenntnis gehen wir, der Verband der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e. V.  ins neue Jahr und haben doch so einiges vor.

Wir werden das neue Gartenjahr am 22.02.2020 mit einer ordentlichen Mitgliederversammlung eröffnen. Der Verbandsvorstand wird das alte Jahr Revue passieren lassen und die Vereinsvorstände werden auf das neue Jahr eingestimmt. Schwerpunkte sind die Aktualisierung des Kleingarten-entwicklungskonzeptes Schönebeck (KEKS) 2030 sowie die Sicherung der finanziellen Stabilität des Verbandes. Das Ziel muss der Erhalt des Kleingartenwesens in Schönebeck und Umgebung sein. So muss der Leerstand verringert, nicht verpachtbaren Gärten einer anderen Verwendung zugeführt und Investoren für eine neue Generation von Kleingärten akquiriert werden.
Die geladenen Vorstände der Vereine haben hier die Möglichkeit ihre Meinung zu sagen, Kritiken anzubringen und/oder eigene Vorschläge zur Verbesserung der Verbandsarbeit einzubringen.

Im Monat März werden wieder die Kleingärtnerinnen zu einer zünftigen Frauentagsfeier eingeladen und sie werden so richtig losgelassen sein.

Im April wird unsere nunmehr 4. verbandsorganisierte Pflanzentauschbörse, am „Tag offenen Labortür stattfinden und wir nehmen mit einem Informationsstand an der 21. Pflanzen- und Gartenschau auf dem Salzblumenplatz teil.

Im Mai ist die diesjährige Bildungsfahrt nach Bremen an zwei Tagen geplant. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Mit der Gemeinschaftsaktion, Verband und Volksstimme, werden „Zukunftsorientierte Vereine des Verbandes vorgestellt. Wir rufen dazu alle Vorstände auf, sich mit ihrem Konzept zur Zukunftssicherung ihres Vereins in der Geschäftsstelle des Verbandes zu melden.

Für den September ist eine weitere, die nunmehr 5. Pflanzentauschbörse, vorgesehen.  

Zum Jahresabschluss wird im Oktober zum 5. Rosenball eingeladen.

2019 fand der 28. Verbandstag des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG) statt. Dieser wohl harmonischster Verbandstag wird als solcher in die Geschichte des Kleingartenwesens eingehen. Einstimmig waren sich die 131 Delegierten einig „mit Herzblut in die nächsten vier Jahre und genauso müssen wir am 22.02.2020 unsere Vertreter der Vereine motivieren. Wir wissen, „das Kleingartenwesen übernimmt vielfältige soziale, gesundheitliche, ökologische und klimatische Funktionen und leistet somit einen zentralen Beitrag für verbesserte Lebensbedingungen (Monika Thomas) und Peter Paschke erklärt:
„Wenn es uns gelingt, Traditionen zu bewahren und gleichzeitig Innovationen gegenüber offen zu sein, ist das Kleingartenwesen für die Zukunft gewappnet
d.h. neben unseren bekannten Kleingärten müssen wir auch Urban Gardening in Form von Hochbeeten, in Containern, auf Baumscheiben, auf Säcken, an Wänden, in der Wohnung, auf dem Balkon, auf Dächern und weitern Möglichkeiten zulassen. Wir müssen uns öffnen, das Zusammenwachsen verschiedener Formen des Gärtnerns fördern, die Verantwortung für Veränderungen im Kleingartenwesen übernehmen.
Darüber sollten wir, müssen wir auf unserer Mitgliederversammlung sprechen und unsere diesbezüglichen Entscheidungen als Multiplikatoren in die Vereine
tragen.

Vorerst wünsche ich allen Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern, allen Mitgliedern des Verbandes sowie auch allen Freunden des Kleingartenwesens ein erfolgreiches Gartenjahr 2020.



Siegfried Kliematz, Vorstandsmitglied
SBK.  01.01.2020



 

Letzte Aktualisierung am

03.04.2020

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