Gartenarbeiten im Januar - Verband der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.

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Gartenarbeiten im Januar

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Der Garten im Januar

 


 
Der Winter ist zwar etwas ruhiger bezüglich der Gartenarbeiten, aber zu tun gibt es im Garten immer etwas. Hier einige von mir, einem langjährigen Kleingärtner, zusammengestellte Tipps, Empfehlungen und Ratschläge für den Monat Januar.

 
 
Der Obstgarten im Januar

 
1. bei frostfreien Wetter kann problemlos gepflanzt werden.

  • Die Pflanzstellen für Obstgehölze zur Pflanzung vorbereiten und eine ca. 1 m³ als Pflanzgrube ausheben und den Aushub reichlich mit Kompost anreichern. Die Sohle ist gut aufzulockern und der Pflanzpfahl zu setzen. Jetzt den zu setzenden Baum in die Grube halten (günstig sind zwei Personen) und nunmehr die Grube mit der vorbereiteten Pflanzerde auffüllen und gut wässern. Die Veredelungsstelle muss 5 cm oberhalb der Erdschicht liegen. Jetzt noch einen Gießrand anlegen, den Setzling anbinden und mehrmals gut einschlämmen.
 

2. Frühblühende Obstgehölze (Mandel, Aprikose und Pfirsich) schützen
 
  • durch Auflegen einer Isolierschicht aus Stroh, Laub oder Kompost auf die durchgefrorene  Baumscheibe den Blühbeginn verzögern;
  • bei frostfreiem Wetter zieht diese Maßnahme Ungeziefer an – also besser unterlassen.
 

3. Obstbaumschnitt
 
  • bei Temperaturen bis minus 5° Celsius können Kernobstgehölze und Beerensträucher  geschnitten werden;

    bitte beachten:
    zeitiger Schnitt starkes Wachstum (Wasserschosser) besser:
    • wer die Zeit hat, sollte erst später, im März/April schneiden.

 
  • das Schnittgut als Ablenkung für Rehe/Hasen liegen lassen. Es beugt dem Wildverbiss vor.
 

  • Rodungen jedweder Art können immer, auch bei Frost, erfolgen.
 

  • Ende des Monats das Knospenschwellen am Pfirsich beobachten und sofort bei Beginn mit Kupfermitteln gegen die Kräuselkrankheit spritzen, weitere Spritzungen mit Duaxo sind bei 8°Celsius zu empfehlen.
 

  • bei grimmiger Kälte sind die Stämme zu weißen (Kalk oder Baumanstrich). Das beugt Frostrissen vor und töten viele Parasiten in der Rinde ab
 
 
 
Mein Tipp:  Sorgen Sie immer für frisches Wasser für die Gartenvögel, so schützen Sie Ihre frischen Knospen an den Obstgehölzen (Pfirsich u. Kirschen)

 
Der Gemüsegarten im Januar
 
 
  • Wintergemüse wie Rosen- bzw. Braun/Grünkohl nach den ersten Nachtfrösten  ernten
  • ebenso können Schwarzwurzeln, Möhren, Pastinaken oder auch Sellerie aus der geschützten Miete geerntet werden
  • eingelagertes Gemüse ist zu lüften und zu kontrollieren. Faulende Stellen bzw. Früchte sind sofort entweder zu verarbeiten oder gleich zu entfernen
  • ansonsten erfolgt die Planung. Dabei unbedingt die Fruchtfolge und Mischkultur beachten
 
 
 
Mein Tipp:  
Qualitätssamen garantieren den Erfolg  oder: wer billig kauft sät zweimal !
 
 

 Der Ziergarten im Januar
 

 
1. Ziergehölzschnitt kann bis minus 5°Celsius erfolgen;
 
 
2. Rasen sollte bei Frost, Schnee und Nässe nicht unnötig betreten werden.
 
    • zur Vermeidung von Schneebrand bzw. anderen Pilzkrankheiten auf dem Rasen kein Schnee lagern;
 

3. Immergrüne Ziergehölze sowie auch Rosen bei frostfreiem Wetter ausreichend wässern.
Viele Gehölze erfrieren nicht sie vertrocknen!

 
 
4. Frost- oder Kaltkeimer
 
  • Wenn Sie Frost- oder Kaltkeimer aussähen wollen, so ist der Monat Januar optimal. Diese Kulturen benötigen ca. sechs Wochen kalte (4-5°Celsius) und feuchte Erde, bevor sie keimen.
  • wenn Sie also kurz nach Jahresbeginn Ihre Kaltkeimer aussäen, können Sie sicher sein, Ihre Samen gehen im Frühjahr auf.

    Und so geht`s:
    • Samen direkt in die Erde oder in Töpfen/Schalen in den Garten bringen und immer feucht halten.
      beliebte Kaltkeimer sind:
      • Iris, Enzian, Tränendes Herz, Veilchen, Lampion-Blumen, Mohn, Astilbe, Pfingstrosen und viele andere mehr.
 
 
Mein Tipp:   
Pfingstrosen lassen sich manchmal mehr Zeit und kommen erst im zweiten Jahr, also nicht die Geduld verlieren und einfach abwarten.
 
  
 
 
Der Garten im Januar
 

 
  • Laube und Nebengebäude; die Pumpe und das Gartenwerkzeug, all das kann muss  repariert/gewartet/erhalten werden nutzen wir die Wintermonate!
 
 
  • Maulwürfe halten keinen Winterschlaf – tiefschwarze Hügel auf der Wiese und den Beeten beweisen es. Der Maulwurf schützt so seine  „Wohnung vor der Kälte. Was ist zu tun?
    • wir akzeptieren seine Tätigkeiten, er macht ja keinen Schaden. Oder
    • wir vergrämen ihn mittels Ölen, Aromen oder Jauchen;
    • ! Achtung: der Maulwurf steht unter Artenschutz und darf nicht getötet werden
    • alternativ: die Hügelerde als sehr gute Aussaaterde verwenden/kompostieren
  • Streusalz schadet allen Kulturen und darf deshalb im Garten nicht eingesetzt werden.
  • ebensowenig sollte Straßenkehricht im Garten verkappt werden;
  • Dennoch geschädigte Flächen, durchdringend wässern. So werden die Salze ausgewaschen;
  • Nistkästen jetzt, wenn noch nicht geschehen, reinigen und wieder aufhängen. Einige unserer Gartenvögel warten schon auf eine trockene „Wohnung
  • sie danken es uns im nächsten Gartenjahr
 
 
 
 
 

Meine Bitte:
entfernen Sie jede "Mumie" (am Baum hängende, vertrocknete Früchte aus dem Vorjahr). Sie helfen so den Infektionsdruck der Monilia enorm abzuschwächen.
 
 
 
 
Siegfried Kliematz, Verbandsfachberater





 

Letzte Aktualisierung am

02.03.2019

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