Gartenarbeiten im April - Verband der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V.

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Gartenarbeiten im April

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Der Garten im April
 

 
Notwendige Arbeiten, Empfehlungen und Tipps  der Fachkommission des Verbandes der Gartenfreunde Schönebeck und Umgebung e.V. für Arbeiten im Garten im Monat April
 
 
 
Der Obstgarten im April
 
   
 
  • Die letzten, noch am Baum hängenden, vertrockneten Früchte des Vorjahres (sogenannte Mumien) sind unbedingt restlos zu entfernen. In diesen Mumien überwintert der Pilz der Monilia Spitzendürre und der Monilia Fruchtfäule. Entfernen wir diese Infektionsherde, so reduzieren wir den Infektionsdruck erheblich.
 
 
 
  • Wichtig ist, wenn noch nicht geschehen, der Wein zu schneiden (28.02.) Termin verpasst! Ein „Notschnitt“ ist besser als kein Schnitt. Wir lassen dabei nur einen Stummel von ca. 1 cm stehen, um das starke Bluten zu vermeiden.
 
 
  • Die Pfirsichbäume sind jetzt wiederholt gegen die gefürchtete Kräuselkrankheit mit Duaxo Pilzfrei zu spritzen. Dabei sind 8 ° Celsius  erforderlich. Pflanzenstärkungsmittel sind hilfreich. Bei Neupflanzungen sind resistente Sorten zu bevorzugen.
 
 
  • Obstgehölze sind jetzt geschnitten, anderenfalls kann es bis zur Blühte geschehen.
 
 
  • Analog können durch die günstigen Witterungsbedingungen im April die ersten Spritzungen gegen Schorf am Kernobst erforderlich sein. Gewollter Nebeneffekt, es beugt auch dem Birnengitterrost vor.
 
 
  • Die im Herbst angelegten Leimringe sind zu entfernen und über den Hausmüll zu entsorgen.
 
 
  • Bei Auftreten der Johannisbeergallmilbe, muss diese ausgebrochen und Entsorgt werden.
 
 
  • Eine Austriebsspritzung mit einem ölhaltigen Präparat ist in diesem Jahr unabdingbar. Dadurch werden alle Schädlinge, die den Winter überstanden haben, vernichtet und so der Befallsdruck erheblich verringert.
 
 
  • Bei feuchten Wetter leiden unsere Obstgehölze oft unter Schorf, Birnengitter-Rost, Monilia-Spitzendürre, Kräuselkrankheit an Pfirsichen, Narren- oder Taschenkrankheit an Pflaumen und Sprühfleckenkrankheit an Kirschen. Auch Mehltauarten wie Apfelmehltau und Amerikanischer Stachelbeermehrtau treten häufig auf.
    Sorgen Sie bitte für einen ordentlichen Gehölzschnitt, düngen Sie angepasst und wässern Sie ausreichend. Ein Pflanzenstärkungsmittel ist empfehlenswert. Vitale Pflanzen sind weniger anfällig für die vorgenannten Pilzerkrankungen.
 
 
  • Alte, abgetragene oder schwache Brombeerruten sind im April bodengleich abzuschneiden und geschreddert als Mulchmaterial verwendbar. Die neuen, kräftigen Ruten sind anzubinden und ggf. einzukürzen.
 
 
  • Neue Obstbäume können jetzt gesetzt werden. Wichtig ist das zuerst der Pfahl und dann der Baum gesetzt wird. Die bereits ausgehobene Erde kann mit  reifen Kompost bzw. Humus angereichert und damit die Grube wieder verfüllt werden. Die Veredlungsstelle liegt dabei 5 cm über der Erdoberfläche. Zum Schluss wird gut angegossen und bis zum Gießrand Wasser aufgefüllt. Den jungen Baum anbinden und ggf. den Pflanzschnitt vornehmen. Der Pflanzschnitt ist bei Topfware nicht erforderlich.       
 
 
  • Obgleich in der Baumschutzordnung das Fällen, Roden und starke Rückschnitte nur bis zum 28.02 erlaubt sind, trifft das für das Gartenwesen nicht zu. Wir dürfen unter Beobachtung brütender Vögel über das gesamte Jahr unsere Formhecke schneiden. Eine Wildhecke nicht!
 
 
Der Gemüsegarten im April
 
 
  • Die ersten Aussaaten der dicken Bohnen sind bereits erfolgt, jetzt folgen weitere  Aussaaten, wie Möhren und Zwiebeln als Mischkultur sowie Zwiebeln, Schwarzwurzeln; Wurzelpetersilie, Pastinaken uvam.
    Ebenso können Steckzwiebeln, Schalotten und Knoblauch gesteckt werden. Analog Luft- oder Etagenzwiebeln.
 
 
 
 
  • die Ernte von Rhabarber kann verfrüht  werden, indem das gesamte Beet oder einzelne Stauden abgedeckt werden. Als Abdeckung eignen sich alte Badewannen, Eimer, Kisten oder ähnliches. Vlies ist ebenfalls möglich und kann sogar mehrfach genutzt werden.
 
 
 
  • Zum Teilen zu großer Stauden, wie Rhabarber oder Kräuter ist jetzt die richtige Zeit. Die benötigten Einzelteile kommen gleich wieder in die Erde und werden gut angegossen. Nicht benötigte Mengen werden den Nachbarn angeboten oder kompostiert.
  • Die Kräuterbeete benötigen jetzt unsere ganze Aufmerksamkeit. Der Winterschutz kann abgenommen werden. Die Zwischenräume sind gut aufzulockern, das Unkraut zu entfernen und die Beete leicht zu kalken. Bei Notwendigkeit, teilen.
 
 
 
 
  • Die kalten Anzuchtbeete können, wenn noch nicht geschehen, frisch gepackt werden. Geeignet ist Pferdemist. Es geht aber auch Stroh oder Rohkompost mit einer leichten Stickstoffdüngung.
 
 
  • Die bereits vorgekeimten Frühkartoffeln kommen in die Erde. Wir empfehlen einen Reihenabstand von 60 cm und in der Reihe pro Meter 3 bis 4 Kartoffeln. Es sind Etappenaussaaten angeraten, damit durch plötzlichen Frost nicht alle Saatkartoffeln verdorben sind. Nach dem 15 April kann der Rest gelegt werden. Ein Abdecken mit Flies oder Folie verfrüht die Ernte.
 
 
  • In sonniger, geschützter Lage können die Tomatenbeete vorbereitet werden. Die Flächen sollen sich erwärmen, können aber für Vor- oder Nebenkulturen bzw. für Aussaaten zur Pflanzengewinnung genutzt werden.
 
 
  • Selbst gezogene Jungpflanzen müssen pikiert und bei warmer Witterung ins Freie gestellt und so abgehärtet werden.
 

 

 

 
Der Ziergarten im April
 
 
  • Frost- oder Kaltkeimer müssen jetzt in die Erde, wenn diese nicht schon gesät wurden. Diese Kulturen benötigen ca. sechs Wochen 4°bis 5°Celsius kalte und feuchte Erde zum keimen. Termin verpasst. Es ist schon 10°Celsius warm? Die Lagerung in einem ausgedienten Kühlschrank ist die Lösung.
 
 
  • Im April ist das Wässern der Rosen und Rhododendren wichtig.
 
  • Die Bodenabdeckung kann abgenommen, die Beete gelockert und leicht gedüngt werden. Ein langsam wirkender Stickstoffdünger (Hornmehl) ist zu empfehlen.
 
 
  • Spätsommer- und herbstblühende Sträucher können jetzt ausgelichtet bzw. geschnitten, der Boden aufgelockert und ebenfalls leicht gedüngt werden.
 
 
  • Der Rasen sollte gemäht, danach vertikutiert (gelüftet) und mit einem Stickstoffdünger gedüngt werden Ggf. Wässern.   
 
 
  • Verdickungen an der Forsythie sind Agrobakterien. Diese treten an Zweigen auf, die die Erde berühren. Ein starker Rückschnitt hilft. Das Schnittgut nicht kompostieren, sondern vernichten.        
 
 
  • Rosen können im April gesetzt werden. Die Veredlungsstelle muss 5 cm mit Erde bedeckt sein. Das Anhäufeln nicht vergessen. Die frisch gesetzte Rose soll nicht vertrocknen – es geht nicht um das Erfrieren. Abgehäufelt wird erst, wenn die Triebspitzen erkennbar sind.
 
 
  • alte Rosen werden, wenn die Forsythien blühen, geschnitten und leicht abgehäufelt und mit Hornspäne gedüngt. Trockene oder beschädigte Triebe werden dabei entfernt und geschreddert kompostiert.
 
 
  • Mitte/Ende April kommen die ersten Gladiolen bzw. Dahlien und andere Frühblüher in die Erde. Ein gestaffeltes Legen verlängert die Blühzeit.
 
 
 
 
Siegfried Kliematz,Verbandsfachberater



 

Letzte Aktualisierung am

28.01.2019

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